LSFH e.V. und RTNV wenden sich gemeinsam an politische Volksvertreter


Sehr geehrte Damen und Herren,


wie der Vorstand des LSFH e.V. (www.lsfh.de) dem Koalitionsvertrag entnehmen konnte, hat, neben Schleswig-Holstein, nun auch Hamburg eine grundlegende politische Entscheidung für die Evaluation und den zukünftigen Einsatz quelloffener Software (Open Source Software; OSS) getroffen. Der LSFH e.V. begrüßt diese Ausrichtung der zukünftigen Hanseatischen Politik ausdrücklich.

Daneben beschleunigt der "Digitalpakt Schule" und der geplante Bildungstarif die schulische Digitalisierung, hier allerdings sehen wir als Landesverband im Moment die, aus unserer Sicht ganz konkrete, Gefahr, dass die privaten Kita-, Schul- und Fördervereine sowie die schulgesetzlich verankerten Schulgremien durch die massiven Investitionen mittel- bis langfristig ins digitale Abseits geraten. Unser politisches Anliegen ist es daher u.a. auch, gerade diesen Aspekt mehr in den Fokus der aktuellen Diskussion in den politischen Gremien zu rücken.

Der Landesverband Hamburg steuert mit seinem aktuellen digitalen Open Source Angebot dieser Gefahr bereits aktiv entgegen. Es ist aber unbestreitbar, dass der Landesverband Hamburg, selbst im Verbund mit anderen Landesverbänden, aber ohne konkrete politische Unterstützung, langfristig gegen öffentliche Budgets von zig Millionen Euro keine Chance haben kann.
Es geht uns als Landesverband Hamburg auch nicht nur darum, den Finger in die digitale Wunde zu legen, sondern vor allem darum, Ihnen, den Politikerinnen und Politikern, den betroffenen Vereinen und Schulgremien unsere, ganz konkreten, Lösungsansätze vorzustellen, sie zu diskutieren und dann gemeinsam weiter zu entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt für den Landesverband Hamburg, liegt in der Aus- und Fortbildung der Vereinsgremien im Bereich Medienkompetenz und Compliance, denn gerade die Fragen, die sich nach einer digitalen Transformation von Schulen und Schulgremien stellen werden, sind völlig unbeantwortet.


  • Wer ist Eigentümer der Geräte und damit Verantwortlicher ? Für unsere Vereine, die alles selbst zahlen müssen, ist dies klar, für Schulen ohne eigene Rechtspersönlichkeit aber wohl nicht.
  • Könnten z.B. Schule, Lehrer und die Schulgremien die Geräte einrichten, können sie sie warten, allgemeinverbindliche Nutzungsregelungen schaffen und die Einhaltung dieser Regeln, insbesondere des Datenschutzes, überwachen ? Der Landesverband kann dies für seine Vereine bereits leisten.
  • Vor allem aber, wer und auf wessen Kosten werden die schnell veraltetenden, defekten oder abhanden gekommenen Geräte ersetzt ?

Soweit wir als Landesverband Hamburg dies überblicken, hat Hamburg darauf für die Schulen und Schulgremien (noch) keine Antworten. Es könnte also darauf hinauslaufen, dass gewinnorientierte Private mit diesen Aufgaben, im Auftrag der Schulbehörde Hamburg, betraut werden müssen, wenn gleichzeitig keine eigenen Kompetenzen in Schulen und Schulgremien aufgebaut werden. Das dürfte dann ganz enorme Folgekosten nach sich ziehen, die dann aber wohl nicht mehr vom Bund, sondern langfristig und zusätzlich zu den CORONA-Kosten, von der Stadt Hamburg geschultert werden müssen.Den Landesverband und sein Angebot für Hamburger Kita-, Schul- und Fördervereine würden wir Ihnen daher gern in einem persönlichen Gespräch (analog oder digital) vorstellen, denn er arbeitet bereits in einer Art und Weise, wie es nach dem Koalitionsvertrag, in der Hamburger Verwaltung wohl erst in Jahren überhaupt vorstellbar ist. Unsere Vereine aber können Open Source Lösungen bereits im täglichen Einsatz aktiv nutzen. "



Mit freundlichen Grüßen

Landesvorstand
Landesverband der Kita-, Schul- und Fördervereine Hamburg (LSFH) e.V.

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