Berliner Datenschutzbeauftragte aktualisiert Videokonferenz-Liste

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Laut einem erneuten Test der gängigen Videokonferenzsysteme durch die Berliner Datenschutzbehörde bestehen nach wie vor zahlreiche Mängel. Rot, Rot, Rot – die Liste der Videokonferenzdienste, die sich die Berliner Datenschutzbehörde angeschaut hat, steht eher auf Stop als Go. Das Ampelsystem bescheinigt den meisten Anbietern keinen ausreichenden Datenschutz. So lautete das Ergebnis auch vor einem Jahr schon. Allerdings sagt die Datenschutzbeauftragte, Maja Smoltczyk, auch, es gäbe inzwischen ausreichend Dienste, die rechtskonform einsetzbar seien. Dazu zählt sie etwa "alfaview", den Videodienst von mailbox.org und "Wire", mehrere Dienste, die auf "Jitsi" basieren sowie "BigBlueButton".

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© Textquelle: heise online News 02/2021 (emw)

Mief in der Schulbehörde: Hamburgs Digitalunterricht gab es schon 1971


Keine Frage, das Covid-19 Virus und die neuen Mutationen sind eine Gefahr für unser aller Gesundheit. Verharmlosen ist absolut nicht angebracht! Doch Fragen muss sich beispielsweise die Hamburger Schulbehörde gefallen lassen, ja eigentlich mehr als das, sie gehören endlich mal mit einem Konzept beantwortet.

Allein aus eigener Erfahrung des Autors dieser Kolumne, gestützt von zahlreichen Zuschriften und Kommentaren in den sozialen Netzwerken, muss man doch feststellen, dass der Schulbetrieb oder wie es in Hamburg genannt wird, die Aussetzung des Präsenzunterrichts, vielerorten chaotisch und unkoordiniert vonstatten geht. Bezeichnenderweise zeigt die gewählte Begrifflichkeit auch gleich das Problem auf: Es gibt kein vernünftiges, allgemeingültiges Konzept für Hamburg.

Schlimmer noch: Je nach Schule gelten andere Regeln, sogar innerhalb einer Schule werden gelegentlich unterschiedliche Plattformen genutzt. So auch bei meiner Tochter, die eine Stadtteilschule in Neugraben-Fischbek besucht. Mathematik und Englisch über eduPort und Deutsch über moodle, der eine Lehrer macht diese Regeln und die andere Lehrerin wieder eine andere Regel. In der Mehrzahl werden PDF-Dateien verschickt, oft gleich zahlreiche in einer E-Mail. Dann ausdrucken, ausfüllen, einscannen und zurück senden. Zum Lesen der E-Mails muss man sich in das jeweilige Programm einloggen.

Entschuldigung!!! Das ist kein moderner Digitalunterricht, das ist eine Sache, die schon 1971 funktioniert hat. Und noch heute besser funktionieren würde, wenn man gleich die E-Mail an vorhandene E-Mail Postfächer der Kinder senden würde. Ist das der Anspruch, den Sie haben, Herr Rabe? Fuxx! (Entschuldigung, das ist die Verärgerung!).

Was zum Teufel hindert die Stadt daran, etwa auf fertige Lösungen wie schlaukopf.de zurückzugreifen? Ein Portal, wo die Aufgaben fertig in einer Oberfläche vorhanden sind, für alle Jahrgänge und Schulformen mit sofortigen Lernkontrollen! Und Scheixxe nochmal, auch viel günstiger als diese Lösungen von 1971.

Sie muten uns Eltern, zumal auch mit mehreren Schulpflichtigen Kindern Dinge zu, die absolut vermeidbar wären. Und das ist einfach nicht nur nicht okay, das ist Mist! Die Kinder können mehr. Hier versagt die Behörde auf ganzer Linie. Ein vernünftiges digitales Konzept kann nämlich auch in der Zukunft die knappen Ressourcen – bedingt durch den Zuzug nach Hamburg – deutlich entlasten. Präsenzunterricht an nur 3 oder 4 Tagen der Woche ist auch außerhalb einer Pandemie erstrebenswert. Und fördert ganz nebenbei das selbstständige Arbeiten der Teenager. Mal ganz abgesehen von den weiteren Entlastungen, wie etwa Betriebskosten der Schulen, weniger Verkehre und Co2 Einsparungen.

Die Polizei würde sagen, jetzt ist es Zeit VOR die Lage zu kommen. Ja, verdammt, höchste Zeit!

 

Autor:

Andreas Scharnberg
ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Letzte Veröffentlichung des Artikel:
Aktuelles aus Süderelbe, 21.01.2021

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© Mit freundlicher und ausdrücklicher Genehmigung durch Herrn Andreas Scharnberg

Spioniert "Microsoft Teams" Nutzer- und Arbeitsplatzverhalten aus?

Für Arbeitgeber ist die Kollaborationsplattform ein Segen.
Nicht nur wegen ihrer Funktionen, sondern auch wegen vieler interessanter Informationen über die Arbeitnehmer


Microsoft Teams ist eine Plattform von Microsoft, die für Gruppenunterhaltungen geeignet ist. Neben einer klassischen Chatfunktion gibt es die Möglichkeit, Notizen zu machen und auch Anhänge zu schicken. Microsoft Teams ist in das Microsoft-Office-Paket eingebunden. Der Service steht seit März 2017 zur Verfügung. Die Gruppenchatfunktion ermöglicht auch die Unterhaltung im Unternehmen beispielsweise mit Mitarbeitern an verschiedenen Standorten. Meetings lassen sich so auch auf der Online-Ebene realisieren.

Der Aktivitätsmonitor von Microsoft Teams zeichnet (fast) alles auf, was die Nutzer damit tun. Dazu gehören nicht nur Chat-Verläufe, Voicemails, Dateien, Transkriptionen und Profildetails, sondern auch die freigegebenen Meetings. Die Software gibt etwa Aufschluss darüber, wie viele Meetings jemand organisiert hat, wie viele dringende Nachrichten er verschickte und wie lange der Bildschirm gemeinsam genutzt worden ist. Doch damit nicht genug: Microsoft kündigte jetzt ein „neues Analyse- und Berichterstattungserlebnis *" an. Demnach misst der Softwareriese neuerdings zusätzlich Datenschutzeinstellungen, Gerätetypen, Zeitstempel sowie Gründe, warum jemand blockiert wurde. Dazu kommt die Anzahl von Nachrichten, die ein Nutzer in einem privaten Chat gepostet hat. Die lange Liste führt weitere Trackingmöglichkeiten auf.

 Überwachung "einkalkuliert" ?

Ein Zdnet-Artikel beschäftigt sich nun mit diesen Überwachungsmöglichkeiten. Er stellt etwa die Frage, was Mitarbeiter antworten, wenn sie (vor versammelter Online-Mannschaft) gefragt werden, warum sie im vergangenen Monat 47 Team-Nachrichten nicht beantwortet haben. Zudem führt er Reddit-Posts auf, in denen sich Homeoffice-Angestellte darum sorgen, dass ihre Produktivität getrackt wird. Eine Stellungnahme des Herstellers betont, „datengesteuerte Erkenntnisse" seien entscheidend, um „Menschen und Organisationen zu befähigen, mehr zu erreichen". Zudem habe nur der globale Administrator Einsicht in die Daten. Der Autor des Artikels äußert die Sorge, dass jener eventuell nicht allzu viel Arbeit habe, zu identifizieren, wer ein bestimmter Benutzer ist. Er befürchtet zudem, Manager könnten mehr darauf geben, „was die Daten sagen", als das zu schätzen, was die Mitarbeiter tatsächlich tun. Microsoft-CEO Satya Nadella sagte kürzlich, Teams könne bald eine digitale Plattform sein, die so wichtig ist, wie der Internet-Browser. Der Autor führt an, diese sammelten auch eine Menge Daten. Zum Schluss fragt er sich, ob die Unternehmen und Mitarbeiter wissen, wie viele Daten Microsoft Teams eigentlich erfasst.

Wollen wir einer solchen Software tatsächlich Raum und Gelegenheit geben, sich in unseren Bildungssytem zu etablieren ? 

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